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Sauerstoff

Oxide

Abb.1
Calciumoxid

Zu den wichtigsten Sauerstoff-Verbindungen zählen die Oxide, da sich Sauerstoff mit allen Elementen außer Neon, Argon, Krypton und Fluor zu Oxiden verbindet. Der Sauerstoff ist im Oxid immer der negative Partner, er trägt die Oxidationszahl -2.

In Verbindungen mit Fluor ist Sauerstoff der elektropositivere Bindungspartner. OF2 bzw. O2F2 sind dementsprechend keine Oxide, sondern Sauerstofffluoride.

Die heute als Oxide bezeichneten Verbindungen wurden im Mittelalter Erden genannt. Diese Bezeichnung gab auch den Seltenen, Sauren und Alkalischen Erden ihren Namen.

Metalloxide

Metalloxide sind eine wichtige Quelle zur Herstellung des reinen Metalls. Metalloxide sind ionisch aufgebaut, insbesondere die der elektropositiven Alkali- und Erdalkalimetalle. Mit Wasser reagieren sie zu alkalischen Lösungen. Beispiel:

CaO+ H2O 2Ca(OH)2

Bei Metallen mit höherer Elektronegativität und steigender Oxidationszahl nimmt der amphotere Charakter der Oxide zu:

Al2O3+ 3H2O 2Al(OH)3

Das Chrom(VI)-oxid reagiert mit Wasser zu Chromsäure, H2CrO4, und besitzt somit einen sauren Charakter:

CrO3+ H2O H2CrO4

Nichtmetalloxide

Nichtmetalloxide sind ausschließlich molekulare, kovalente Verbindungen, die mit Wasser zu neutralen oder sauren Lösungen reagieren. Man bezeichnet die Oxide auch als Säureanhydride, wenn deren wässrige Lösungen sauer reagieren. Je höher die Oxidationsstufe des Elementes ist, desto stärker sind die entstehenden Säuren. Schweflige Säure, die aus SO2 und Wasser entsteht, ist z.B. eine schwächere Säure als Schwefelsäure, welche aus SO3 und Wasser gebildet wird.

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