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Stickstoff

Nachweis von Nitrat-Ionen

Hinweis: Die Nitrat-Nachweise werden durch die Anwesenheit von Nitrit-Ionen gestört. Vor dem Nachweis ist daher immer auf Nitrit zu prüfen, ggf. vorhandenes Nitrit durch Umsetzung mit Amidoschwefelsäure (Amidosulfonsäure) oder Harnstoff zu zersetzen!

Nachweis durch "Lunges Reagenz"

Nitrat-Ionen, NO3, reagieren nach vorheriger Reduktion mit Zink, Zn, zu Nitrit, NO2, mit "Lunges Reagenz" (Gemisch aus Sulfanilsäure und α-Naphthylamin in essigsaurer Lösung) unter Bildung eines roten Azofarbstoffs (siehe Nachweis von Nitrit).

NO3+ Zn+ 2H3O+ NO2+ Zn2++ 3H2O
Abb.1
Nachweis durch "Lunges Reagenz"

Nachweis durch Ringprobe

Nitrat-Ionen, NO3, werden in stark schwefelsaurer Lösung durch Eisen(II)-Ionen zu NO reduziert, das mit überschüssigem Eisen(II) eine braunrote Nitrosyleisen(II)-Komplexverbindung bildet:

3Fe2++ NO3+ 4H3O+ 3Fe3++ NO+ 6H2O
[Fe(H2O)6]2++ NO [Fe(H2O)5NO]2++ H2O

Bei vorsichtigem Unterschichten der nitrathaltigen Eisen(II)-Lösung mit konzentrierter Schwefelsäure entsteht der Eisennitrosylkomplex an der Grenzfläche der beiden Flüssigkeiten (Ringbildung).

Abb.2
Unterschichten

Unterschichten der nitrathaltigen Eisen(II)-Lösung mit konzentrierter Schwefelsäure

Abb.3
Nitrosyleisen(II)-Komplex

Brauner Ring

Hinweis: Die Ringprobe wird durch Bromid- und Iodidionen gestört, die vorher durch Fällung mit Silbersulfat, Ag2SO4, entfernt werden müssen.

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