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Stickstoff

Nitride

Nitride sind Verbindungen des Stickstoffs mit Metallen. Sie lassen sich durch direkte Vereinigung der Elemente bei erhöhten Temperaturen oder durch Überleiten von Ammoniak über die erhitzten Metalle, Metalloxide oder Metallchloride darstellen. Salzartige, ionische Nitride werden u.a. von den Alkali- und Erdalkalimetallen gebildet und sind als Substitutionsprodukte des Ammoniaks mit dem Nitridanion N3 aufzufassen. Sie werden durch Wasser unter Ammoniakentwicklung hydrolysiert:

Mg3N2+ 6H2O 3Mg(OH)2+ 2NH3

Viele Übergangsmetalle (Elemente der Nebengruppen) bilden metallartige Nitride (Einlagerungsnitride). Die Stickstoffatome besetzen dabei die oktaedrischen Zwischenräume in den dichtest gepackten Metallgittern. Die Verbindungen besitzen oft keine definierte stöchiometrische Zusammensetzung. Sie haben ein metallisches Aussehen und verfügen über eine gute elektrische Leitfähigkeit. Diese Nitride sind chemisch sehr reaktionsträge, extrem hart und haben hohe Schmelzpunkte.

Neben den salz- und metallartigen Nitriden gibt es noch reine kovalente Nitride, z.B. Bornitrid, BN, oder Siliciumnitrid, Si3N4. Auch diese zeichnen sich durch eine hohe Thermostabilität und eine gute chemische Beständigkeit aus.

Einige Nitride finden auf Grund ihrer chemischen und thermischen Eigenschaften als keramische Werkstoffe Verwendung.

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