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Xenon

Verbindungen

Aufgrund der starken Reaktionsträgheit der Edelgase waren lange Zeit nur wenige Edelgas-Verbindungen bekannt. Zu den wenigen bekannten Edelgas-Verbindungen zählen Xenonfluoride und -oxide.

Die Elektronen der äußeren Schale des Xenons werden von starken Oxidationsmitteln relativ leicht aufgenommen. Auf diese Weise gibt es im Vergleich zu den anderen Edelgasen viele Xenon-Verbindungen. Xenon bildet als einziges Edelgas thermodynamisch stabile Verbindungen. Einige, besonders die sauerstoffhaltigen, sind sehr explosiv und nur bei tiefen Temperaturen stabil.

Xenon-Verbindungen sind starke Oxidationsmittel.

Mittlerweile sind auch Xenon-Stickstoff- und Xenon-Kohlenstoff-Verbindungen bekannt. Die an das Xenon gebundenen Reste zeichnen sich dabei durch eine hohe Gruppenelektronegativität aus. Stellvertretend seien erwähnt: F-Xe-N(SO2F)2 und [Xe-C6F5]+ (nur bis -40 °C stabil).

Durch die große, leicht polarisierbare Elektronenhülle ist es sogar möglich, dass Xenon als Ligand in Übergangsmetallkomplexen fungiert, wenn diese eine freie Koordinationsstelle besitzen, wie beispielsweise im [Cr(CO)5Xe]. Das Xenon kann jedoch sehr leicht durch andere Liganden verdrängt werden.

Sehr erstaunlich ist auch die Existenz von Xenon-Gold-Verbindungen, die 2000 dargestellt worden sind: [AuXe4][Sb2F11]2 und [Xe-Au-AsF3][Sb2F11]. (Literatur: Christe, K. O. (2001): Angewandte Chemie. WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA40 , 1465-1467)

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