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Strontium, Barium, Radium

Bariumoxid

Bariumoxid, BaO, entsteht beim Verbrennen von metallischem Barium im Sauerstoffstrom, wird technisch aber vor allem durch Erhitzen thermisch zersetzbarer Barium-Sauerstoff-Verbindungen (Carbonat, Nitrat, Hydroxid) hergestellt:

Ba(NO3)2 BaO+ 2NO2+ 0,5O2

Bariumcarbonat zerfällt unter Normaldruck erst bei 1360 °C in BaO und Kohlendioxid, CO2. Zur Darstellung des Oxids wird daher dem Carbonat Koks zugesetzt, welcher sich mit CO2 unter Bildung von Kohlenmonoxid, CO, umsetzt und so eine Zersetzung bei niedrigerer Temperatur ermöglicht:

BaCO3+ C BaO+ 2CO

Verwendet wird Bariumoxid bei der Glasfabrikation, bei der Herstellung von keramischen Produkten sowie zur Darstellung von anderen Barium-Verbindungen, wie z.B. Bariumhydroxid, Ba(OH)2, und Bariumperoxid, BaO2.

Bariumhydroxid

Bariumhydroxid, Ba(OH)2, entsteht durch Reaktion von Bariumoxid mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung:

BaO+ H2O Ba(OH)2

Die Löslichkeit der Verbindung nimmt stark mit der Temperatur zu. Die wässrige Lösung ? etwas irreführend Barytwasser genannt - reagiert stark alkalisch. Bariumhydroxid wird bei der Glasherstellung und zur Ausfällung von Sulfaten in der keramischen Industrie eingesetzt.

Bariumperoxid

Die technische Herstellung von Bariumperoxid, BaO2, erfolgt durch Erhitzen von Bariumoxid im Luftstrom bei 500-600 °C:

2BaO+ O2 2BaO2

Bei Temperaturen ab 700 °C gewinnt zunehmend die Rückreaktion, d.h. die Bildung von Bariumoxid unter Abspaltung von Sauerstoff, an Bedeutung.

In Wasser ist BaO2 schwer löslich, mit verdünnten Säuren reagiert die Verbindung unter Bildung von Wasserstoffperoxid, H2O2. Verwendet wird Bariumperoxid als wirksames Oxidationsmittel, als Bleich- und Entfärbungsmittel oder bei aluminothermischen Verfahren zum Zünden des Thermitgemisches.

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