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Strontium, Barium, Radium

Gewinnung

Strontium und Barium werden hauptsächlich aluminothermisch durch Reduktion des Oxids mit Aluminium bei hohen Temperaturen im Vakuum hergestellt:

3MO+ 2Al 3M+ Al2O3 M – Sr, Ba

Bei der Verwendung von Baryt als Ausgangsverbindung muss dieses zunächst in Bariumcarbonat, BaCO3, umgewandelt werden. Dazu wird Baryt mit Kohle im Drehrohrofen bei 1000 °C zu Bariumsulfid, BaS, und Kohlenmonoxid, CO, umgesetzt:

BaSO4+ 4C BaS+ 4CO

Durch Einleiten von Kohlendioxid in eine Lösung des Sulfids fällt Bariumcarbonat als schwerlösliches, weißes Pulver aus:

BaS+ H2O+ CO2 BaCO3+ H2S

Das Bariumcarbonat wird anschließend durch Erhitzen auf 1000 °C in Bariumoxid, BaO, überführt:

BaCO3 BaO+ CO2

Das gebildete Bariumoxid lässt sich nun durch Aluminium oder Silicium bei 1200 °C im Vakuumofen zum metallischen Barium reduzieren:

3BaO+ 2Al 3Ba+ Al2O3 3BaO+ Si 2Ba+ BaSiO3

Auch Strontium ist auf diese Weise auf chemischem Wege darstellbar.

Z.T. erfolgt die technische Darstellung von Strontium auch durch Schmelzflusselektrolyse aus Strontiumchlorid, dem zur Herabsetzung des Schmelzpunktes Kaliumchlorid, KCl, zugesetzt wird. Die Elektrolyse verläuft analog der Calciumdarstellung unter Verwendung einer Berührungselektrode.

Die elektrochemische Erzeugung von Barium bereitet wegen der Löslichkeit des Metalls im Elektrolyten BaCl2 Schwierigkeiten.

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