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Brom, Iod, Astat

Brom und Iod

Brom ist das einzige bei Raumtemperatur und Normaldruck flüssige nichtmetallische Element.

Iod bildet bei Raumtemperatur grauschwarze, metallisch glänzende Kristalle mit Halbleitercharakter. Unter hohen Drücken besitzt Iod metallische Leitereigenschaften. Dies ist auf die Schichtstruktur der Iod-Kristalle zurückzuführen, die innerhalb der Schicht untereinander kovalente Teilbindungen (Mehrzentrenbindungen vom σ-Typ) aufweisen.

Iod ist flüchtig und sublimiert leicht. Nur unter sehr schneller Temperaturerhöhung ist es möglich, Iod zu verflüssigen. Die braune Schmelze ist elektrisch leitend, was darauf zurückzuführen ist, dass ein Teil der I2-Moleküle zerfällt und sich Poly-Ionen bilden.

In allen drei Aggregatzuständen liegen vorwiegend I2-Moleküle vor.

Abb.1
Brom
Abb.2
Iod

Geschichte

Brom (griechisch: Gestank) wurde 1826 erstmalig aus Meeresalgen isoliert.

Der Name Iod (griechisch: veilchenfarben) leitet sich von der violetten Farbe des Iod-Dampfes ab. Es wurde erstmalig 1811 aus Meeresalgen isoliert, als Element erkannten es zwei Jahre später N. Clément-Désormes und J. L. Gay-Lussac.

Reaktionsverhalten

Abb.3
Stärkenachweis mit Iod

Brom und Iod lösen sich gut in organischen Lösungsmitteln, aber nur mäßig in Wasser.

Brom verhält sich ähnlich wie Chlor, die Reaktivität ist jedoch geringer. Durch Feuchtigkeit erhöht sich die Reaktivität jedoch signifikant.

Iod ist weniger aggressiv als die Halogene Fluor, Chlor und Brom. Trotzdem wirkt es stark korrosiv und reagiert direkt mit einigen Elemente, z.B. Phosphor, Schwefel und Eisen.

Typisch für Iod ist die Stärkereaktion zum Nachweis von Stärke über den Einschluss von Iod.

Weitere Informationen zur Reaktivität von Iod finden Sie in der Verbindungsbibliothek!

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