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Selen, Tellur

Halogenide

Selen- und Tellurhallogenide sind beständiger als die Haloginde des Schwefels.

Selen und Tellur bilden mit den Halogenen Fluor, Chlor und Brom Verbindungen der Form Se2X2, SeX2 und SeX4 bzw. TeX2, TeX4 und TeX6. Zusätzlich ist die ist Selenhexahalogenid, SeF6, bekannt.

Die Diselendihalogenide besitzen die Konstitution XSeSeX, für Fluor ist außerdem das isomer SeSeF2 in Matrix nachgewiesen worden. Es existieren keine analogen Tellur(I)-halogenide.

Die Selenhalogenide SeX2 sind alle instabil. Tellur bildet hingegen stabile Dihalogenide.

Oxohalogenide

Selen bildet wie Schwefel Oxohalogenide der Form OSeX2 und O2SeX2.

Abb.1
Seleninylhalogenid

X = F, Cl, Br

Abb.2
Selenylhalogenid

X = F

Seleninylchlorid

Seleninylchlorid, SeOCl2, ist mit das interessanteste Seleninylhalogenid. Es hat eine Schmelztemperatur von 8,5 °C und einen Siedepunkt von 176,4 °C. Es ist sehr reaktionsfreudig.

Selenylfluorid

Selenylfluorid (Selen-dioxy-difluorid), SeO2F2, ist das Säurefluorid der Selensäure. Es ist charakterisiert durch seine starke Flüchtigkeit bei einem Siedepunkt von -8,4 °C. Selenylfluorid ist deutlich reaktiver als seine analoge Schwefel-Verbindung. Dies zeigt sich u.a. bei der Entzündung im Zusammenhang mit gasförmigen Ammoniak.

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