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Die Modifikationen des Tellurs

Abb.1
Metallisches Tellur

Das amorphe Tellur erhält man durch Reduktion aus sauren Lösungen mit SO2. Es ist ein braunes Pulver, das sich bei Raumtemperatur langsam in die metallische Modifikation umwandelt. Beim Erstarren einer Schmelze von amorphem Tellur erhält man ein silbrig weißes, glänzendes, relativ weiches Halbmetall. Dies ist ein Halbleiter, leitet den elektrischen Strom allerdings nur relativ schlecht, die Bandlücke beträgt 0,33 eV. Durch Belichtung lässt sich die Leitfähigkeit steigern, aber nicht so stark wie beim Selen. Analog zum grauen Selen bilden die Atome helikale Ketten, deren Achsen parallel zueinander liegen. Aufgrund dieser isomorphen Struktur zum grauen Selen bildet Tellur mit Selen Substitutions-Mischkristalle in jeder denkbaren Zusammensetzung.

Verdampft man Tellur, so erhält man einen goldgelben Dampf, in dem Te2-Moleküle vorliegen. Obwohl ein Te8-Ring nicht als Modifikation bekannt ist, wurde er in dem Salz [Cs+]3[Te6]3 · [Te8]2 gefunden.

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Abb.2
Tellur

Im Kristall der halbmetallischen Modifikation sind die Te-Atome kovalent verknüpft.