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Selen, Tellur

Steckbrief

Abb.1
Selen und Tellur

Selen und Tellur treten jeweils in mehreren Modifikationen auf.

Selen kommt in drei verschiedenen Modifikationen vor, einer roten, einer schwarzen und einer grauen metallischen Form. Darüber hinaus existieren von der roten und der schwarzen Modifikation verschiedene kristalline Formen.

Vom Tellur sind zwei Modifikationen bekannt. Das amorphe Tellur, ein braunes Pulver, und das metallische, kristalline Tellur.

Die Modifikationen des Selens

Die Modifikationen des Tellurs

Geschichte

Tellur wurde 1782 von Müller von Reichenstein in goldhaltigen Erzen entdeckt. Der Name führt auf die griechische Erdgöttin Tellus (tellus = Erde) zurück.

Selen wurde nach der griechischen Mondgöttin Selene benannt. Es wurde erst 1817, also 35 Jahre nach dem wesentlich selteneren Tellur entdeckt. J. J. Berzelius konnte es im Bleikammerschlamm einer Schwefelsäure-Fabrik elementar nachweisen. Er erkannte, dass es seinem höheren Homologen, dem Tellur, sehr ähnlich ist.

Reaktionsverhalten

Die chemischen Eigenschaften des Selens ähneln denen des Schwefels.

Selen und Tellur erreichen durch die Aufnahme von zwei Elektronen den Edelgaszustand. Gegenüber elekropositiven Partnern liegen sie im Wesentlichen in der Oxidationszahl -2 vor, gegenüber elektronegativen Partnern in den Oxidationsstufen +4 und +6.

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