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Antimonpentasulfid

Antimon(V)-sulfid (Goldschwefel), Sb2S5, lässt sich analog zu Sb2S3, Bi2S3 und den entsprechenden Verbindungen des Arsens durch Zusammenschmelzen der Elemente mit Schwefel im Formelverhältnis 2 : 3 bzw. 2 : 5 oder durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in saure Sb(V)-Lösungen erhalten.

Technisch lässt sich Sb2S5 durch Zersetzung von Natriumthioantimonat, Na3SbS4, darstellen:

2SbS43+ 6H+ Sb2S5+ 3H2S

Mit Sulfid- und Polysulfid-Lösungen reagieren Sb2S5 analog den Arsensulfiden unter Auflösung und Bildung von Thioantimonaten, SbS43.

Das auch als Schlippe'sches Salz bekannte, hellgelbe Na3SbS4 wird durch Kochen von pulverisiertem Grauspießglanz mit Schwefel in Natronlauge erhalten, wobei sich der Schwefel mit der Natronlauge z.T. zu Natriumsulfid umsetzt, welches dann mit dem Arsensulfid und weiterem Schwefel zum Thioantimonat weiterreagiert:

Sb2S3+ 3S2+ 2S 2SbS43

Verwendung: Antimonpentasulfid dient zusammen mit Kaliumchlorat, KClO3, als Zündmischung im Kopf von Sicherheitszündhölzern.