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Antimontrisulfid und Bismuttrisulfid

Darstellung: Die Sulfide Sb2S3, Sb2S5 und Bi2S3 werden wie die entsprechenden Verbindungen des Arsens durch Zusammenschmelzen der Elemente mit Schwefel im Formelverhältnis 2 : 3 bzw. 2 : 5 oder durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in saure Sb(III)-, Sb(V)- oder Bi(III)-Lösungen erhalten.

Frisch gefälltes, orangerotes Sb2S3 wandelt sich beim Erhitzen unter Luftabschluss in die beständigere, auch natürlich vorkommende, grauschwarze Modifikation (Grauspießglanz) um. Das dunkelbraune, amorphe Bi2S3 geht bei längerem Stehen oder schneller beim Erwärmen gleichfalls in eine graue kristalline Form über, die in der Natur als Bismutglanz (Bismutin) zu finden ist.

Im Gegensatz zum As2S3 sind Antimon(III)- und Bismut(III)-sulfid in starken Säuren löslich.

Mit Sulfid- und Polysulfid-Lösungen reagieren Sb2S3 und Sb2S5 analog den Arsensulfiden unter Auflösung und Bildung von Thioantimoniten, SbS33, bzw. Thioantimonaten, SbS43. Das Bismut(III)-sulfid ist im Unterschied dazu unlöslich.

Verwendung: Verwendet wird Sb2S3 als Ausgangsstoff bei der Herstellung von Zündhölzern, Munition und Explosivstoffen, in der Pyrotechnik sowie als Farbstoff in der Glas- und Kunststofffabrikation.