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Antimon(III)

Antimon(III)-oxid, Sb2O3, kommt in der Natur u.a. als Antimonblüte oder Weißspießglanz vor. Das Oxid entsteht beim Verbrennen von Antimon an der Luft, geht aber bei weiterem Erhitzen in das gemischte Antimon(III,V)-oxid, Sb2O4, über, das sich ebenso beim Erhitzen von Antimon(V)-oxid, Sb2O5, bildet.

Sb2O3 ist ein in Wasser nahezu unlösliches, weißes, beim Erhitzen gelbes und beim Erkalten wieder weiß werdendes Pulver (Thermochromie).

Als amphoteres Oxid reagiert Sb2O3 mit starken Basen zu anionischem Antimon(III), SbO2, den Antimoniten. Mit starken Säuren entstehen Antimon(III)-Salze mit kationischem Antimon. In konzentrierter Schwefelsäure entsteht z.B. Antimon(III)-Sulfat , Sb2(SO4)3, in konzentrierter Salpetersäure Antimon(III)-nitrat, Sb(NO3)3. Die Salze neigen dazu, unter Bildung eines SbO+-Kations zu hydrolysieren.

Zwischen Sb(III)- und As(III)-Verbindungen besteht eine enge chemische Verwandtschaft. So gelingt mit naszierendem Wasserstoff die Reduktion zu Antimonwasserstoff, SbH3, mit Iod die Oxidation zu Antimon(V)-Verbindungen. Antimon(V)-oxid, Sb2O5, kann durch Dehydratisierung des Hydrats Sb2O5 · (n)H2O erhalten werden, das z.B. bei der Oxidation von Antimon mit konzentrierter Salpetersäure oder durch Hydrolyse von Antimon(V)-chlorid, SbCl5, entsteht. Sb2O5 ist in Wasser sehr schwer löslich, die Lösung reagiert sauer und enthält Hexahydroxoantimonat(V)-Ionen, [Sb(OH)6] - die Anionen einer wasserreicheren Form der Antimonsäure. Antimonate sind wie Arsenate in saurer Lösung Oxidationsmittel.