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Bismut(III)

Bismut(III)-Hydroxid , Bi(OH)3, besser: Bismut(III)-oxid-Hydrat, Bi2O3 · nH2O, fällt beim Versetzen einer Bi(III)-Salzlösung mit Alkalilauge als weißer, flockiger Niederschlag aus. Beim Erhitzen entsteht daraus das wasserfreie, in der Kälte gelbe, in der Hitze rotbraune Bismut(III)-oxid, Bi2O3. Auf trockenem Wege entsteht Bi2O3 auch durch Verbrennen von Bismut an der Luft oder thermische Zersetzung von Bismut(III)-nitrat oder -carbonat. Bismuttrioxid ist ein basisches Oxid, es löst sich nur in Säuren und praktisch nicht in Wasser oder Laugen. Bi(III)-Salze, wie Bismut(III)-sulfat, Bi2(SO4)3, oder -nitrat, Bi(NO3)3, lassen sich präparativ durch Auflösen von Bi2O3 in den entsprechenden Säuren und Eindampfen der Salzlösung gewinnen. In Wasser werden die Verbindungen zu basischen Salzen wie BiONO3 · nH2O hydrolysiert.

Durch Behandeln einer alkalischen Suspension von Bi2O3 mit starken Oxidationsmitteln, wie Chlor oder Kaliumpermanganat, KMnO4, lassen sich Bismutate der Zusammensetzung BiO43 bzw. BiO3 darstellen:

Bi2O3+ 2Cl2+ 6OH 2BiO3+ 4Cl+ 3H2O