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Arsen(III)

Arsen(III)-oxid (Arsenik), As2O3, kommt in der Natur z.B. als Arsenikblüte vor. Die Verbindung entsteht beim Verbrennen von Arsen an der Luft. Die technische Darstellung erfolgt durch das Abrösten arsenhaltiger Erze:

2FeAsS+ 5O2 Fe2O3+ 2SO2+ As2O3

Beim Erhitzen in offenen Gefäßen sublimiert das Oxid ohne zu schmelzen. Bis zu einer Temperatur von 800 °C enthält der Dampf Moleküle der Zusammensetzung As4O6, erst oberhalb 1800 °C liegen ausschließlich As2O3-Einheiten vor. Arsentrioxid ist in festem, flüssigem und gasförmigem Zustand farb- und geruchlos.

Gefährdungshinweis:
Arsen-Sauerstoff-Verbindungen, insbesondere in der Oxidationsstufe +3, z.B. As2O3, sind hoch toxisch und krebserregend! Bereits 0,1g Arsen(III)-oxid können tödlich wirken! In Säuren lösliche Arsen(V)-Verbindungen werden im Körper (Magensäure!) zu Arsen(III) reduziert!
Exkurs: Toxizität von Metallen: Arsen

In Wasser ist Arsen(III)-oxid mäßig löslich, wobei die schwache Arsenige Säure, H3AsO3, entsteht:

As2O3+ 3H2O 2H3AsO3

Als Säureanhydrid löst sich As2O3 leicht in Alkalien unter Bildung von primären, sekundären oder tertiären Arsenaten(III) (Arseniten), AsO33:

As2O3+ 6OH 2AsO33+ 3H2O

Arsenoxid, arsenige Säure und Arsenite sind redoxamphoter:

Die Reduktion mit Zink und Salzsäure (Bildung von naszierendem Wasserstoff) liefert Arsenwasserstoff (Marsh'sche Probe), Oxidationsmittel wie Iod, I2, oder Salpetersäure, HNO3, überführen das As(III) in As(V).

Verwendung
Arsen(III)-Verbindungen werden aufgrund ihrer Toxizität immer weniger industriell genutzt. Sie werden heute nur noch z.T. in der Glasfabrikation, zur Konservierung von Tierhäuten und -fellen sowie bei der Schädlingsbekämpfung eingesetzt.