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Trihalogenide

Darstellung: Die Trihalogenide des Arsens, Antimons oder Bismuts lassen sich in der Regel durch Vereinigung der Elemente oder Umsetzung des entsprechenden Arsen(III)-, Antimon(III)- oder Bismut(III)-oxids mit Halogenwasserstoff oder Halogenwasserstoffsäure, HX (X = F, Cl, Br, I) darstellen:

As2O3+ 6HCl 2AsCl3+ 3H2O 2Sb+ 3I2 2SbI3 Bi2O3+ 6HF 2BiF3+ 3H2O

Die Trihalogenide sind z.T. starke Lewis-Säuren und bilden mit Alkalimetallhalogeniden, MX, u.a. Halogenokomplexe des Typs [EX4], wie z.B. Tetrafluoroarsenate(III) (Tetrafluoroarsenite), [AsF4], Tetrachloroantimonate(III) (Tetrachloroantimonite), [SbCl4], oder Tetraiodobismutate(III) (Tetraiodobismutite), [BiI4]:

AsF3+ KF K[AsF4]

Verwendung: AsF3, AsCl3 (Siedepunkt: 57 bzw. 130 °C) und SbCl3 (Schmelzpunkt: 73 °C) dienen als nichtwässrige Lösungsmittel. Die Verbindungen unterliegen, ähnlich wie Wasser, einer geringfügigen Eigendissoziation:

2AsF3 [AsF2]++ [AsF4]

Die Verbindungen AsF3 und SbF3 finden häufig als Fluoridierungsmittel Verwendung.