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Lithium

Steckbrief

Abb.1
Lithium

Lithium ist ein silberweißes, weiches Metall, das an feuchter Luft schnell Oxid- bzw. Nitridüberzüge bildet. Die Aufbewahrung erfolgt deshalb meist in Form kleiner Brocken unter einer Schutzflüssigkeit, wie z.B. Paraffinöl.

Lithium ist das leichteste aller festen Elemente, 2 L wiegen nur wenig mehr als 1 kg. Der Dampf des Alkalimetalls besteht vorwiegend aus Atomen. Darüber hinaus wird bei Temperaturen wenig oberhalb des Siedepunktes aber auch ein geringer Anteil (ca. 1 %) an zweiatomigen Molekülen, Li2, gefunden. Unter Normalbedingungen kristallisiert Lithium in einem kubisch raumzentrierten Gitter.

Geschichte

1817 entdeckte J. A. Arfvedson das Element erstmals im Petalit, einem Lithiumaluminiumsilicat und gab ihm seinen Namen. Der Name Lithium hat seinen Ursprung in dem griechischem Wort lithos = Stein. Durch die Elektrolyse von geschmolzenem Lithiumcarbonat, Li2CO3, gelang H. Davy im Jahr 1818 die erste Reindarstellung des Elements in Spuren. Erst 1855 konnten durch R. W. Bunsen und A. Matthiessen größere Mengen von Lithium aus einer LiCl-Schmelze gewonnen werden.

Reaktionsverhalten

Lithium weicht in seinem Reaktionsverhalten aufgrund des geringen Atom- bzw. Ionenradius von den schwereren Alkalimetallen ab und zeigt in seinen Eigenschaften Ähnlichkeiten zum zweiten Element der nächsten Gruppe, dem Magnesium (Schrägbeziehung).

Gegenüber den meisten Nichtmetallen und vielen Verbindungen reagiert Lithium wie seine schwereren Homologen, wenn auch weniger energisch. So erfolgt die Umsetzung mit Sauerstoff zum Lithiumoxid, Li2O, nur sehr langsam, die Reaktion mit Wasser verläuft ohne dass es zur Entzündung des entstehenden Wasserstoffs kommt.

Lithium löst sich, ebenso wie die anderen Alkalimetalle, in flüssigem Ammoniak. In den entstehenden, blau gefärbten, den elektrischen Strom gut leitenden Lösungen liegenden solvatisierte Li+-Ionen und Elektronen vor.

Lithium bildet mit vielen Metallen Legierungen.

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