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Calcium

Calciumchlorid

Calciumchlorid, CaCl2, entsteht beim Lösen von Calciumcarbonat, CaCO3, in Salzsäure oder bei der Reaktion von Chlorwasserstoff mit Calciumoxid, CaO:

CaCO3+ 2HCl CaCl2+ CO2+ H2O CaO+ 2HCl CaCl2+ H2O

Calciumchloridlösungen fallen als Nebenprodukte bei verschiedenen technischen Verfahren, u.a. bei der Sodafabrikation (Solvay-Verfahren) an.

Bei Raumtemperatur kristallisiert aus den wässrigen Lösungen das Hexahydrat, CaCl2 · 6H2O. Die Verbindung kann, im Gegensatz zum MgCl2 · 6H2O, durch langsames Erhitzen auf 200 °C entwässert werden. Wasserfreies CaCl2 ist eine weiße, stark hygroskopische Substanz. In Wasser löst sich wasserfreies CaCl2 unter starker Wärmeentwicklung, weil die beim Lösen freiwerdende Hydratationsenergie größer ist als die Energie, die zum Abbau des Kristallgitters benötigt wird. Da im Hexahydrat die Calcium-Ionen bereits hydratisiert vorliegen, tritt beim Lösen die Hydratationsenergie nicht mehr auf - die Lösungen kühlen sich ab. Durch Vermischen von CaCl2 · 6H2O mit Eis im Verhältnis 1,45 : 1 wird eine Tiefsttemperatur von -55 °C erreicht (Kältemischung).

Calciumchloridlösungen werden als Heizbadflüssigkeiten sowie zum Imprägnieren von Hölzern und Geweben, die dadurch feuerfest werden, verwendet. Wasserfreies CaCl2 dient wegen seiner hygroskopischen Eigenschaften als Trockenmittel für Gase und organische Flüssigkeiten.

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