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Zur Entstehung einer Kalisalz-Lagerstätte

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Abb.1
Salzlagerstätte

Kalisalz-Lagerstätten finden sich bei Staßfurt (Deutschland), im Elsaß (Frankreich), bei Solikamsk (am Ural), bei Saskatechewan (Kanada) und in New Mexico (USA).

Die norddeutschen Salzlager sind in Folge eines 100.000 Jahre andauernden Trocknungsprozesses des urzeitlichen Ozeans entstanden. Die im Meereswasser enthaltenen Salze schieden sich entsprechend ihrer Konzentration und ihrer Löslichkeit ab. Auch die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen hatten Einfluss auf die Kristallisationsprozesse und finden sich in der vertikalen Schichtung der Stoffe wieder.

Die geringste Löslichkeit in Wasser weist Calciumcarbonat, CaCO3 auf, das dementsprechend in Salzlagern die unterste Schicht bildet. In der Fachterminologie wird diese CaCO3-Schicht auch als Zechsteinkalk bezeichnet. Auf der Carbonatschicht aufbauend wechseln sich 8-10 cm starke Schichten von NaCl (Steinsalz) mit schwächeren Schichten von CaSO4 ab (Gips: CaSO4 · 2CaH2O bzw. Anhydrit: CaSO4). Nach der Eintrocknung des urzeitlichen Binnenmeeres wurden die Salzschichten nach und nach durch Winde mit Sand und Tonstaub zugedeckt. Durch diese so genannte salztonige Schicht wurden die zuletzt auskristallisierten Kaliumverbindungen (KCl, K2SO4 und kaliumhaltige Minerale) vor einer erneuten Auflösung durch Wasser geschützt.