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Kalium

Steckbrief

Kalium ist ein silberweiß glänzendes, wachsweiches, paramagnetisches Metall, das sich an der Luft sofort mit einer Oxidschicht überzieht. Es ist bei Raumtemperatur nach Lithium das zweitleichteste aller festen Elemente. Aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit mit Wasser und Sauerstoff muss Kalium unter einer Schutzflüssigkeit aufbewahrt werden (z.B. Paraffinöl, Petrolether oder Benzin).

Abb.1
Kalium

Geschichte

Der Name Kalium hat seinen Ursprung in dem arabischen Wort al kalja = Pflanzenasche, Asche. Diese Namensgebung weist auf eines der frühesten Verfahren hin, bei welchem Kalium als Bestandteil des Kaliumcarbonats, K2CO3, gewonnen wurde: Die Auslaugung von Holz- und Pflanzenasche in einem "Pott" und anschließende Eindampfung der wässrigen Lösung lieferte die so genannte Pottasche.

1807 gelang H. Davy die erste Reindarstellung des Elementes Kalium auf dem Weg der Schmelzflusselektrolyse von Kaliumhydroxid, KOH. Das Element besitzt, wie alle Alkalimetalle, eine kubisch raumzentrierte Gitterstruktur.

Reaktionsverhalten

Abb.2
Reaktion von Kalium mit Wasser

Kalium unterscheidet sich in seinem Reaktionsverhalten deutlich vom Natrium und besonders vom Lithium, zeigt aber weitgehende Übereinstimmungen mit Rubidium und Caesium. Mit Wasser reagiert Kalium z.T. explosionsartig unter spontaner Entzündung des entstehenden Wasserstoffs zum Hydroxid. An der Luft verbrennt Kalium zum Hyperoxid, KO2. Die Affinität zu Sauerstoff und den Halogenen ist so stark ausgeprägt, dass Kalium als starkes Reduktionsmittel wirkt. Kaliumsalze sind häufig schwerer löslich als die entsprechenden Natriumsalze und enthalten meist kein Kristallwasser.

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