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Schwefel

Steckbrief

Abb.1
Rhombischer Schwefel

Schwefel ist ein hellgelber, ungiftiger, spröder, nichtleitender Feststoff von geringer Härte. Er ist beständig gegen Luft und Wasser und verbrennt beim Erhitzen an der Luft mit blauer Flamme zu Schwefeldioxid. In Wasser ist Schwefel unlöslich, leicht löst er sich dagegen in Schwefelkohlenstoff, CS2.

Modifikationen des Schwefels

Geschichte

Schwefel wurde 1777 von Antoine Laurent de Lavoisier als Element definiert. Doch erst 1809 konnten Joseph Gay-Lussac und Lois Jacques Thénard den eindeutigen Beweis erbringen. Der deutsche Name Schwefel geht aufgrund der Giftigkeit von Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxid wahrscheinlich auf die Sanskrit-Wurzel "swep" (sanskrit: schlafen, erschlagen) zurück.

Obwohl die elementaren Eigenschaften des Schwefels erst recht spät bewiesen wurden, ist die Bekanntheit seiner Verbindungen umso älter:

  • Bereits in der Antike und dem Altertum weisen Texte darauf hin, dass Schwefel-Verbindungen bekannt gewesen sein müssen.
  • In der Alchemie spielte Schwefel eine wichtige Rolle, da Metalle Sulfide bilden.
  • Als Schwarzpulver bauten die Araber mit Schwefel die erste Kanone. Ab dem 10. Jh. n. Chr. diente er den Chinesen als treibende Kraft für bunte Feuerwerke. Im 14. Jh. hielt das Schwarzpulver Einzug in Europa, wo es anfangs hauptsächlich für kriegerische Zwecke genutzt wurde. Später wurde es u.a. im Bergbau eingesetzt.

Reaktionsverhalten

Unter Normalbedingungen ist Schwefel nicht sehr reaktiv, er reagiert bei Raumtemperatur nur mit Fluor oder Quecksilber. Die Reaktivität steigt mit der Temperatur stark an. Bei höheren Temperaturen verbindet er sich mit allen Metallen außer Gold, Platin und Iridium zu Sulfiden und Nichtmetallen außer Stickstoff, Iod und den Edelgasen.

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