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Phosphor(III)-Halogenide

Die Phosphor(III)-Halogenide können unter Vermeidung eines Überschusses an Halogen direkt aus den Elementen dargestellt werden. PF3 wird, wie andere Phosphor-Fluor-Verbindungen auch, in der Regel über einen Chlor-Fluor-Austausch aus PCl3 und Arsen(III)-fluorid, AsF3, oder Zinkflurid, ZnF2, gewonnen.

Alle PX3-Moleküle besitzen eine trigonal-pyramidale Struktur mit dem Phosphor-Atom an der Pyramidenspitze.

Phosphortrichlorid

Die technische Synthese von PCl3 erfolgt durch Verbrennen von weißem Phosphor im Chlorstrom, wobei das gebildete Phosphortrichlorid abdestilliert (Siedepunkt: 75 °C):

P4+ 6Cl2 4PCl3

Um als Nebenprodukt entstandenes Phosphor(V)-chlorid zu entfernen, wird dem Destillat weißer Phosphor zugesetzt und erneut destilliert:

6PCl5+ P4 10PCl3

Eine weitere technische Darstellungsmöglichkeit für PCl3 ist das Einleiten von Chlor in eine P4-haltige PCl3-Lösung, wobei in einem kontinuierlichen Prozess Phosphor zugegeben und gebildetes PCl3 abdestilliert werden.

Phosphortrichlorid ist eine farblose, stechend riechende, an feuchter Luft stark rauchende Flüssigkeit, die mit Wasser sehr leicht unter Bildung von Phosphonsäure, H3PO3, und Salzsäure, HCl, hydrolysiert:

PCl3+ 3H2O H3PO3+ 3HCl

PCl3 hat stark reduzierende Eigenschaften, durch viele Oxidationsmittel (auch Luft) wird es in Phosphorylchlorid, POCl3, überführt.

Verwendung: Phosphortrichlorid ist das Ausgangsprodukt für die Herstellung von Phosphor(V)-chlorid, PCl5, Phosphorylchlorid, Thiophosphorylchlorid, PSCl3, und zahlreicher anderer Phosphor-Verbindungen, die u.a. als Öladditive, Weichmacher, Flammschutzmittel, Insektizide oder Düngemittel Verwendung finden.