zum Directory-modus

Phosphor

Nachweis

Phosphorhaltige Verbindungen werden häufig durch spezifische Hydrolyse-, Oxidations- und/oder Aufschlussverfahren in Phosphat-Ionen überführt, die sich dann im Anschluss durch typische Nachweisreaktionen identifizieren lassen:

Nachweis von Phosphat-Ionen:

Nachweis als Ammoniummolybdophosphat

In stark saurer Lösung bilden Phosphat-Ionen, PO43, mit Molybdat-Ionen, MoO42, in Gegenwart von Ammonium-Ionen, NH4+, einen gelben, kristallinen Niederschlag von Ammoniummolybdophosphat, dem Ammoniumsalz einer Heteropolysäure:

HPO42+ 23H++ 3NH4++ 12MoO42 (NH4)3[P(Mo3O10)4 · nH2O]+ 12H2O
Abb.1
Nachweis von Phosphat als Ammoniummolybdophosphat

Silicat, SiO44, und Arsenat(V), AsO43, stören den Nachweis. Arsen kann vorher gegebenenfalls durch Schwefelwasserstoff-Fällung, Silicat durch Abrauchen mit Flusssäure abgetrennt werden.

Nachweis als Zirconiumphosphat

Phosphat-Ionen bilden mit Zirconylchlorid, ZrOCl2, einen weißen Niederschlag von Zirconiumphosphat, Zr3(PO4)4, der sich auch in heißer, konzentrierter Salzsäure nicht löst:

4PO43+ 3ZrO2+ 6H++ Zr3(PO4)4+ H2O
Abb.2
Nachweis von Phosphat als Zirconiumphosphat

ZrO2+ bildet mit vielen Anionen weiße Niederschläge, doch nur Zr3(PO4)4 ist in konzentrierter Salzsäure stabil.

Weitere Möglichkeiten für den Nachweis von Phosphat sind:

  • die Fällung von gelbem Silberphosphat, Ag3PO4
  • die Fällung von weißem Bariumphosphat, Ba3(PO4)2
  • die Fällung von charakteristischen Magnesiumammoniumphosphat-Kristallen, MgNH4PO4 (siehe Nachweis von Magnesium)
Seite 2 von 15