zum Directory-modus

Magnesium

Gewinnung

Magnesium wird technisch vor allem elektrochemisch durch Elektrolyse einer Schmelze von Magnesiumchlorid, MgCl2, und Alkali- bzw. Erdalkalichloriden (ca. 25%iger MgCl2-Anteil) bei 700-800 °C gewonnen (elektrolytisches Verfahren).

MgCl2 Mg+ Cl2

In geringerem Umfang wird Magnesium auch auf chemischem Wege durch thermische Reduktion von Magnesiumoxid bzw. gebranntem Dolomit, MgO · CaO, mit Silicium (in Form von Ferrosilicium, Si(Fe)) bei 1200 °C dargestellt (silicothermisches Verfahren):

2MgO+ 2CaO+ Si(Fe) 2Mg+ Ca2SiO4+ (Fe)

Zur Erzeugung einer flüssigen Schlacke wird Aluminiumoxid, Al2O3, zugesetzt (Bildung eines Calciumalumosilicats). Das Magnesium entweicht dampfförmig (Siedepunkt: ~ 1100 °C) und kondensiert in einer kalten Wasserstoffatmosphäre zum flüssigen Metall, das durch Vakuumdestillation gereinigt wird. Neben Silicium kommen als Reduktionsmittel auch Koks oder Calciumcarbid, CaC2, zum Einsatz.

Seite 4 von 7