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Magnesium

Nachweis

Da Magnesium-Salze keine Flammenfärbung geben, muss auf chemische Nachweisreaktionen zurückgegriffen werden:

Fast alle Magnesiumnachweise werden durch Schwermetall-Kationen und teilweise auch durch die anderen Erdalkali-Ionen gestört. Eine enge chemische Verwandtschaft zeigt Magnesium darüber hinaus zum Lithium (Schrägbeziehung).

Bei der Identifizierung von Mg2+-Ionen darf die Lösung deshalb nur noch Alkali-Kationen mit Ausnahme des Li+ enthalten.

Nachweis als Magnesiumammoniumphosphat, Mg(NH4)PO4 · 6H2O

Mg2+-Ionen bilden mit Diammoniumhydrogenphosphat, (NH4)2HPO4, in ammoniakalischer Lösung einen weißen, kristallinen Niederschlag von Magnesiumammoniumphosphat, Mg(NH4)PO4 · 6H2O:

Mg2++ NH4++ OH+ HPO42+ 5H2O Mg(NH4)PO4 · 6H2O

Die Kristalle haben bei langsamer Kristallisation aus verdünnten Lösungen eine charakteristische, sargdeckelförmige Gestalt und sind häufig X-förmig verwachsen

Abb.1
Mg(NH4)PO4-Kristalle

Auch die Bildung charakteristischer Farblacke bzw. Niederschläge mit den Komplexbildnern Magneson II, Titangelb oder Chinalizarin kann zum Nachweis von Magnesium herangezogen werden.

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