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Natrium

Gewinnung

Da es kein geeignetes chemisches Reduktionsmittel gibt, das die Darstellung größerer Mengen Natrium in reiner Form gestattet, wird das Element über elektrolytische Verfahren aus einer Schmelze, vorzugsweise dem Chlorid, früher auch dem Hydroxid gewonnen. Eine Abscheidung aus wässriger Lösung ist dagegen wegen des stark negativen Normalpotenzials nicht möglich.

Beim Castner-Verfahren dient Natriumhydroxid, NaOH, (Schmelzpunkt: 318 °C), beim Downs-Verfahren Natriumchlorid, NaCl, (Schmelzpunkt: 808 °C) als Schmelzelektrolyt.

Da NaOH aus NaCl durch die Chloralkali-Elektrolyse gewonnen wird, erfordert die Natriumerzeugung aus Natriumhydroxid einen größeren Aufwand an elektrischer Energie (18 kWh je kg Na) als die unmittelbare Elektrolyse des Natrumchlorids (11 kWh je kg Na). Wegen des niedrigeren Schmelzpunktes von NaOH bereitet aber die Natriumhydroxid-Elektrolyse technisch geringere Schwierigkeiten, so dass anfänglich hauptsächlich NaOH elektrolysiert wurde. Heute tritt die NaOH-Elektrolyse gegenüber der NaCl-Elektrolyse mehr und mehr in den Hintergrund.

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