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Metallartige Wasserstoff-Verbindungen

Bei der Reaktion vieler Übergangselemente (Nebengruppenelemente) mit Wasserstoff entstehen in exothermer Reaktion Wasserstoff-Verbindungen, die meist keine kleinen ganzzahligen Atomverhältnisse aufweisen (nichtstöchiometrische Verbindungen). Die Reaktionsprodukte sind spröde oder pulverige Feststoffe, die in gewissem Umfang noch metallische Eigenschaften wie elektrische Leitfähigkeit und Paramagnetismus besitzen. Den Verbindungen liegen typische Metallstrukturen zugrunde, in welche atomarer Wasserstoff eingelagert ist (Einlagerungsverbindungen, interstitielle Verbindungen). Zur vollständigen Beschreibung des komplizierten Verhaltens der metallischen Hydride müssen sowohl metallische als auch ionische und kovalente Bindungsanteile angenommen werden. Besonders ausgeprägt ist die Fähigkeit zur Absorption von Wasserstoff bei Palladium, das ungefähr das 1.000-fache seines eigenen Volumens an H2 aufnehmen kann.