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Fertigung eines Mikrofluidik- Bauteils zur Lebendzellzahlbestimmung mittels Reinraumtechnik

Auswertung

Abb.1
PMMA-Channel-Platte

Plexiglasplatte mit Silikon, Deckglas mit Kanal, durch den gerade Mikroskopierflüssigkeit fließt

Schwierigkeiten traten bei der Verkappung des Kanals auf. Aufgrund des Kaltabformprozesses und der verwendeten Kunststoffe konnten herkömmliche Verkappungsmethoden nicht angewendet werden, so dass dieser Prozessschritt lediglich provisorisch durchgeführt werden konnte. Nach erfolgreicher Verkappung sollte der abgeformte Kanal hinsichtlich seiner Funktionalität untersucht werden. Mit Hilfe einer computergesteuerten Mikropumpe wurde zunächst eine angefärbte Flüssigkeit (Safarinlösung) und anschließend eine Suspensionslösung durch den Kanal geschickt. Allerdings gelang dies aufgrund von Herstellungsfehlern der Belichtungsmaske nur eingeschränkt. Sowohl Flüssigkeit als auch Hefezellen ließen sich nur in eine Richtung ziehen, da das Bauteil nicht ausreichend verkappt werden konnte. Das Trennen des ausgehärteten Kunststoffes vom Siliciumchip sollte möglichst langsam erfolgen. Es ist möglich, dass das Polymer teilweise unter den Chip fließt und dieser dadurch an der metallenen Grundplatte kleben bleibt. Werden beide Bauteile nun zu schnell auseinander gezogen, löst sich der Kunststoff meist von der Halterung und bleibt am Chip selbst haften. In diesem Falle muss der abgeformte Chip verworfen werden. Des Weiteren muss die Oberfläche des Chips sauber sein. Lösungsmittelrückstände können mit den Kunststoffresten reagieren und stören dabei die komplette Polymerisation. Da sich Polymerreste vom Plexiglas schlecht entfernen lassen, eignen sich diese nur zum Einmal-Gebrauch.

Abb.2
Hefezellen im mikrofluidischen Kanal
Abb.3
Kanalwände

zwischen denen die Zellsuspension durchfließt

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