zum Directory-modus

Theoretische Chemie: Einführung und historische Entwicklung

Das 19. Jahrhundert

Neben der Vorstellung, dass die Materie aus kleinsten Bausteinen aufgebaut ist, wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts die Theorie entwickelt, dass auch die Elektrizitätsmenge nicht unbegrenzt in kleinere Mengen unterteilt werden kann.

Bei der Interpretation der Faraday'schen Versuche zur Elektrolyse (1833) wurde die Annahme gemacht, dass die Atome oder Moleküle elektrische Ladung in ganzzahligen Vielfachen einer Elementarladung aufnehmen oder abgeben können.

  • 1833 Faradays Experimente bildeten einen wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiet der Elektrolyse. Er leitete zwei elektrochemische Grundgesetze ab. Es lag nahe, in diesen eine Analogie zum Dalton'schen Gesetz zu sehen, und die Vorstellung zu erwecken, dass auch Elektrizität eine atomistische Struktur besitzt und aus kleinsten Teilchen zusammengesetzt ist, welche Träger einer bestimmten elektrischen Ladung sind.
  • 1881 erkannte Helmholtz die Bedeutung dieser Ergebnisse. Er folgerte, dass die positive und negative Elektrizität aus Elementarteilchen bestehe, die sich wie Atome der Elektrizität verhielten.
  • 1891 erkannte Thomson, dass die negative elektrische Ladung an ein sehr leichtes Teilchen gebunden sein muss, welches er Elektron nannte. Bereits die Griechen hatten wegen der elektrostatischen Aufladung beim Reiben von Bernstein dafür die Bezeichnung Elektron benutzt.
  • 1911 Eine unmittelbare Messung der Elementarladung gelang Millikan mit dem Öltröpfchen-Versuch. Er beobachtete die Bewegung geladener Teilchen im elektrischen Feld.
Seite 3 von 9