zum Directory-modus

Bindung in mehratomigen Molekülen und Festkörpern (Typen der chemischen Bindung)

Kovalente Bindung

Bei der kovalenten Bindung kommt es durch die Überlappung von Atomorbitalen geeigneter Symmetrie zu bindenden und anti-bindenden Überlagerungen, die mit den Elektronen besetzt werden können. Zu einer kovalenten Bindung liefert üblicherweise jedes der beteiligten Atome ein Elektron zu dem gemeinsamen Elektronenpaar. Die Stabilisierung kommt dadurch zustande, dass die Elektronen sich im Bereich zwischen den Atomkernen aufhalten und durch die Anziehung beider Kerne stärker stabilisiert werden, als durch die Anziehung im isolierten Atom.

Symmetrie der Orbitale und ihre Überlappungen

Bei kovalenten Bindungen wird der Symmetrietyp der Bindungen durch die Überlappung der Atom-Orbitale bestimmt; diese wird durch deren Magnet-Quantenzahl m festgelegt. Nur AOs gleicher Magnet-Quantenzahl überlappen (als Richtung der Bindung wird die z-Achse gewählt):

Tab.1
Symmetrie der Bindungen
m AO-Typen Bindungstypen
0 s, p z , d z 2 σ
+/- 1 p x , p y , d xz , d yz π
+/- 2  d x 2 - y 2 , d xy δ

Auf der folgenden Seite wird als Beispiel die Knüpfung einer σ-Bindung bei der conrotatorischen Cyclisierung des cisoiden 1,3-Butadiens zu Cyclobuten betrachtet.

Seite 2 von 10