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Schwerpunkt: Basis-Sätze

Andere Basissätze

Zur Vollständigkeit seien noch folgende häufig vorkommenden Basissätze genannt:

  • Basissätze mit diffusen Gauß-Funktionen Zur Beschreibung von schwach gebunden Elektronen (z.B. in Anionen) werden diffuse Basisfunktionen (primitive Gauß-Funktionen mit sehr kleinem β -Wert) benötigt. Ein Beispiel für einen Basissatz mit diffusen Basisfunktionen ist der 6-31+G*-Basissatz (auch 6-31+G(d) genannt). Die Notation der bisher genannten Basissätze, also z.B. STO-NG, 6-31G, 6-31G*, 6-31+G*, stammt von J. Pople (Chemie-Nobelpreis 1998).
  • Effective-Core-Potential-Basissätze (ECPs) machen Gebrauch von der Tatsache, dass im chemischen Sinn nur die Valenzelektronen an chemischen Reaktionen teilhaben. Die inneren Elektronen können durch so genannte Pseudopotenziale oder effektive Rumpfpotenziale (ECPs = Effectiv Core Potentials) beschrieben werden. Solche Potenziale können relativistische Effekte, welche besonders wichtig bei Schwerelementen sind, berücksichtigen.
  • Atomic-Natural-Orbital-Basissätze (ANOs) Atomic Natural Orbitals (ANO) werden üblicherweise in einer CISD-Rechnung bestimmt. Eine große Zahl von primitiven Gauß-Funktionen (GTOs) dient zur Definition einer kleinen Zahl von kontrahierten Gauß-Funktionen (CGTOs). Bei einer RHF-Wellenfunktion (RHF = Restricted Hartree Fock) entsprechen die ANOs den kanonischen Orbitalen mit Besetzungszahlen 0 oder 2. Bei Korrelationsmethoden kann die Besetzungszahl irgendeinen Wert zwischen 0 und 2 annehmen. Die Größe der Besetzungszahl bestimmt die Wahl der primitiven Gauß-Funktionen (GTOs), welche in den Kontraktionen verwendet werden.
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