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Dispersion

Anomale Dispersion

Die Entdeckung der anomalen Dispersion geht auf ein Experiment von Christian Christiansen aus dem Jahr 1870 zurück. Er untersuchte eine alkoholische Fuchsin-Lösung, die bei 527nm (grün) eine Absorptionsstelle besitzt. Das Spektrum ist zusammengesetzt aus zwei anomal angeordneten normal dispergierten Bereichen, die durch eine Absorptionslücke (grün) voneinander getrennt sind.

Schon August Kundt hatte 1871 erkannt, dass das Phänomen der anomalen Dispersion mit dem Auftreten von Absorptionsstellen zusammenhängt. Die atomistische Theorie der Dispersion liefert auf klassischem Wege eine befriedigende Erklärung dieses Zusammenhangs.

Definitionen
Unter Dispersion versteht man in der Optik die Wellenlängenabhängigkeit des Brechungsindexes n = n λ . Die in Durchsichtigkeitsbereichen übliche Abnahme des Brechungsindexes mit wachsender Wellenlänge wird normale Dispersion genannt. Die Umkehrung dieses Verhaltens in der Nähe von Absorptionsbereichen heißt anomale Dispersion. Das bei der Zerlegung auftretende Farbenband wird Spektrum, die einzelnen Farben werden Spektralfarben genannt.
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