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Spektrometerkomponenten

Gitter

Optische Gitter (Streugitter) bestehen aus einem Glas- oder Quarzträger mit einer großen Anzahl von schmalen, parallelen, äquidistanten "Spalten" (in der Praxis: Linien/Furchen). Bei mechanisch geritzten Gittern liegen diese in einer Ebene (bis 3600  Linien / mm ). Holographisch erzeugte Gitter (bis 6000  Linien / mm ) können auch konkav sein. Die Dimensionen von Abstand und Breite der Linien liegen im Bereich der Wellenlänge.

Beim Auftreffen von Licht auf das Gitter kommt es zu Beugungsbildern. Die Elementarwellen (Kugelwellen), die von den Furchen ausgehen, interferieren, so dass sich in bestimmten Vorzugsrichtungen Intensitätsmaxima und -minima ergeben. Maximale Intensität wird erhalten, wenn der Wegunterschied zwischen zwei benachbarten interferierenden Strahlen ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge beträgt. Damit wird die Ablenkung (Vorzugsrichtung) von der Wellenlänge bestimmt.

Auf der Beobachtungsplatte hinter dem Gitter entstehen die Maxima und Minima für jede Wellenlänge an einem anderen Ort. Ausgenommen davon ist der rein optisch reflektierte Strahl (0. Ordnung), der für alle Wellenlängen gleich ist. Er kann zur Wellenlängenkalibrierung des Gitters herangezogen werden.

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Abb.1
Beugung am Gitterr

Mit zunehmender Zahl der Linien und der Beugungsordnung nimmt die Schärfe der Interferenz-Intensitätsmaxima und damit das Auflösungsvermögen des Gitters zu.

Das Auflösungsvermögen eines Gitters hängt ab von der Anzahl der Linien, der Apertur und der Beugungsordnung.

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