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Neue Einsatzgebiete der UV/Vis-Spektroskopie

Als vor wenigen Jahren neue Detektionssysteme, die Diodenarrays, aus der Laborentwicklung in den Routinebetrieb überwechselten und sehr gute Messergebnisse zeigten, wuchsen der UV/Vis-Spektroskopie neue Einsatzbereiche zu. Zusätzlich zu den ursprünglichen Einsatzgebieten - zunächst der Kolorimetrie und später der Spektrometrie (also Verfahren zur quantitativen Bestimmung von Konzentrationen) - erlangte die UV/Vis-Spektroskopie Bedeutung auch

  • als Detektionssystem bei chromatographischen Verfahren wie der Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC) oder der Dünnschicht-Chromatographie (DC),
  • in der Prozesskontrolle,
  • bei der Qualitätssicherung und
  • in der klinischen Chemie.

Durch die Kombination der Detektionssysteme mit Lichtleitern sind zusätzlich neue Einsatzgebiete entstanden. Diese neue Form der Übertragung des Lichts vom Meßgerät bis hin zur Analysensubstanz - so dass der klassische Probenraum entfällt - führte dazu, dass solche Systeme unter dem Begriff "optische Sensoren" heute ihren Einsatz auch in Gebieten finden, wie z.B.:

  • in der Farbmetrik
  • bei der Messung an unzugänglichen (z.B. radioaktiv verseuchten) Stellen,
  • bei der Messung in Fermentern in Zusammenhang mit der Biotechnologie,
  • in Kombination mit chemischen Verbindungen, die aufgrund von Umwelteinflüssen (pH, Temperatur, Gaskonzentration) einen Farbumschlag liefern, der direkt über einen Lichtleiter beobachtet wird (optochemischer Sensor), oder
  • in Kombination mit biologischen Materialien als Biosensoren.