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Pharmakokinetik: Begriffe und Grundlagen

Kompartimente

Um die Verteilung von Arzneistoffen im Eliminationsprozess in die Form von Reaktionsgleichungen abstrahieren zu können, betrachtet man den Organismus als eine Summe von fiktiven Räumen, den sogenannten Kompartimenten. Innerhalb dieser Kompartimente findet der Arzneistofftransfer rasch statt; mit Geschwindigkeiten, die größenordnungsmäßig globalen Eliminationen des Wirkstoffs entsprechen.

Dabei zeigt sich, dass für die eine Wirksubstanz ein einziger einheitlicher Raum (Kompartiment), für andere zwei oder mehrere Räume zur Beschreibung des zeitlichen Verhaltens notwendig sind.

Diese Unterschiede von Substanz zu Substanz sind quantitativ am besten zu erfassen, wenn man sich Modellvorstellungen bedient, bei denen die einzelnen Kompartimente als Kästchen, der Arzneistofftransfer als Pfeile dargestellt werden.

Abb.1
Beispiel für ein Kompartiment-Modell

Solche pharmakokinetischen Kompartiment-Modelle gestatten auch theoretische Betrachtungen über andere noch unbekannte pharmakokinetische Prozesse, die dann ihrerseits im biologischen Experiment auf Richtigkeit zu überprüfen sind.

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