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Affinitätsreaktionen

Wechselwirkung in homogener Phase

Durch die Bestimmung der Gleichgewichtskonzentrationen von Ligand und Rezeptor in flüssiger Phase kann die Affinitätskonstante der Wechselwirkung ermittelt werden. Festphasendetektion bietet die Möglichkeit, die spezifische Bindung einer der freien Komponenten an einer Oberfläche nachzuweisen. Durch Detektion der Bindung des Rezeptors an einem immobilisierten Liganden lässt sich unter geeigneten Umständen so die Konzentration des freien Rezeptors bestimmen. Dieses Verfahren wurde für Gleichgewichts-Immunoassays vorgeschlagen. Die kinetische Detektion des freien Rezeptors im Durchfluss führt zu einem Ablauf verschiedener Prozesse, die schematisch in der Abbildung dargestellt sind. Nur bei einer Analyse dieser Wechselwirkungsprozesse ist eine sinnvolle Bewertung und eine systematische experimentelle Vorgehensweise möglich.

Abb.1

Wechselwirkungsprozesse bei der Detektion der freien Rezeptorkonzentration in homogener Phase

Zunächst stellt sich in der flüssigen Phase in Abhängigkeit von der Bindungskonstante ein Gleichgewicht zwischen Ligand, Rezeptor und dem Ligand-Rezeptor-Komplex ein. Zur Detektion der Konzentration des freien Rezeptors wird dieses Gemisch in Kontakt mit einer Oberfläche, auf der Ligandmoleküle immobilisiert sind, gebracht. An diesen bindet der freie Rezeptor mit einer kombinierten Diffusions- und Bindungskinetik. Außerdem kann durch Dissoziation des freien Ligand-Rezeptor-Komplexes im Bereich der Oberfläche ein Austausch des freien Liganden gegen den immobilisierten Liganden stattfinden und damit zu zusätzlicher Bindung führen.

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