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Affinitätsreaktionen

Affinitätsreaktionen an Grenzflächen

Die Detektion von Affinitätsreaktionen an Grenzflächen führt zu einer Reihe weiterer Möglichkeiten der thermodynamischen und kinetischen Charakterisierung, die im Folgenden genauer diskutiert werden sollen. Sie beinhaltet eine Abfolge von Prozessen. In der folgenden Abbildung ist dies für die Bindung eines Rezeptors an einen immobilisierten Liganden bei Konvektion bzw. im Durchfluss (konstante Diffusionsgrenzschicht) schematisch dargestellt.

Abb.1
Ligand-Rezeptor-Wechselwirkungen an Grenzflächen im Durchfluss bzw. unter Konvektion

Der gelöste Rezeptor bindet am immobilisierten Liganden mit einer charakteristischen Bindungskinetik. Dadurch tritt direkt an der Oberfläche eine Verarmung an freiem Rezeptor auf, der durch Diffusion nachgeliefert wird. Die detektierte Bindungskinetik an der Oberfläche setzt sich also aus zwei Schritten zusammen, dem Massentransport an die Oberfläche (1) und der Wechselwirkungskinetik an der Oberfläche (2). Es handelt sich somit formal um eine Folgereaktion und der geschwindigkeitsbestimmende dieser beiden Prozesse wird detektiert.

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