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Akku

Nebenreaktionen

Beim Entladevorgang entstehen Bleisulfatkristalle, die mit zunehmender Größe, durch chemische Veränderung der Oberfläche, ein immer kleineres Löslichkeitsprodukt aufzeigen und somit der Reaktion nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese chemische Alterung tritt besonders dann auf, wenn der Akkumulator nicht benutzt wird. Daher sollte ein Akkumulator ständig im Betrieb sein (Akkujogging). Um das Kristallwachstum einzudämmen, sind Kristallisationskeime, z.B. Bariumsulfat, zugesetzt.

Beim Ladevorgang wird das Bleisulfat als Blei bzw. Bleidioxid an den entsprechenden Elektroden abgeschieden. Ist kein Bleisulfat mehr vorhanden wird Wasser elektrolysiert und es entsteht Knallgas. Diesen Vorgang nennt man Gasen. Das Gasen kann verhindert werden, indem dem Bleigitter Antimon zugesetzt wird, um die Überspannung von Wasserstoff und Sauerstoff an den Elektroden zu erhöhen. Allerdings wird das Gasen absichtlich herbeigeführt um durch die starke Gasentwicklung den Elektrolyten durchzumischen. Dadurch wird eine Säurestratifikation vermieden.

Definition
Unter Säurestratifikation versteht man ein Ansteigen der Säuredichte im unteren Teil und ein Absinken im oberen Teil des Sekundärelements, was die Lebensdauer erheblich verkürzt.
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