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Begriffe der Analytik

Wiederholpräzision

Definition
Die Wiederholpräzision ist eine Präzision unter wiederholbaren Bedingungen.

Die Präzision eines Messverfahrens wird unter festgelegten Bedingungen bestimmt und zur Wiederholpräzision erklärt.

Die Wiederholpräzision ist ein Maß für die Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen von unabhängigen Messungen desselben Analyten, wobei alle der nachfolgend aufgelisteten Bedingungen erfüllt sein müssen:

  • Anwendung der gleichen Messmethode,
  • durch den gleichen Betreuer,
  • mit demselben Messinstrument,
  • am selben Ort,
  • unter denselben Versuchsbedingungen,
  • Wiederholung während einer kurzen Zeitperiode.

Es werden unabhängige Messungen an verschiedenen Unterproben eines Testmaterials durchgeführt. Wenn möglich, sollten wenigstens acht Messungen durchgeführt werden.

Wiederholpräzision ist ein Charakteristikum einer Methode und nicht eines Ergebnisses.

Aufeinanderfolgende Messungen unter den oben genannten Bedingungen ergeben acht Einzelergebnisse, von denen die Standardabweichung berechnet wird. Die Standardabweichung multipliziert mit 2,8 ergibt eine Wiederholpräzision auf einem 95 %-Vertrauensniveau.

Zur Beurteilung der Streuung von Messergebnissen wird mit der Wiederholpräzision verglichen.

Beispiel

Angenommen, ein Analytiker benutzt eine Methode, bei der eine Wiederholpräzision von 2 mg/mL festgestellt wurde.

Wenn, im Realfall, der gleiche Analytiker in einem kurzen Zeitintervall Messergebnisse von 50 und 56 mg/mL erhält, würde man die Richtigkeit der Untersuchung in Frage stellen, da ein Unterschied von 6 mg/mL bei einer Wiederholpräzision von 2 mg/mL als zufällige Schwankung sehr unwahrscheinlich wäre.

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