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Begriffe der Analytik

Vergleichspräzision

Definition
Die Vergleichspräzision ist eine Präzision unter reproduzierbaren Bedingungen.

Die Vergleichspräzision ist ein Maß für die Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen von unabhängigen Messungen desselben Analyten in einzelnen Unterproben eines Testsatzes, wobei die einzelnen Messungen unterschiedlichen Bedingungen unterliegen, wie: anderer Betreuer, anderes Messinstrument, an einem anderen Ort, andere Versuchsbedingung, zu einer anderen Zeit, wobei aber dieselbe Methode verwendet wird.

Aus den Messergebnissen der einzelnen Laboratorien wird eine Standardabweichung berechnet. Mit dieser Standardabweichung kann ein Vertrauensbereich und eine statistische Sicherheit angegeben werden.

Beispiel

Von einem Labor werden vergleichbare Proben (z.B. Oberflächenwasser) zu einigen anderen Labors zur Bestimmung von z.B. Nitrat verschickt. Jedes Labor beschreibt sein Ergebnis mit einem einzigen Wert. Die Standardabweichung aller einzelnen, angenommenen Ergebnisse multipliziert mit 2,8 ergibt die Vergleichspräzision auf einem 95 %-Vertrauensniveau.

Annahme: Die Vergleichspräzision einer Methode wurde als x bestimmt.

Wenn die Ergebnisse für eine Unterprobe derselben Gesamtprobe zweier Laboratorien im Realfall um mehr als x   voneinander abweichen, so wird man die Qualität der Durchführungen in Frage stellen.

Methoden, die eine große Vergleichspräzision besitzen, sind nicht geeignet, um in einer realen Situation einen gültigen Vergleich anzustellen. In diesem Fall muss entweder die Methode verbessert oder eine andere Methode mit einer kleineren Vergleichspräzision verwendet werden.

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