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Begriffe der Analytik

Richtigkeit

Definition
Die Richtigkeit ist ein Maß für die Übereinstimmung zwischen dem aus einem großen Datensatz erhaltenen Mittelwert und dem anerkannten Referenzwert.
(Der anerkannte Referenzwert wird dabei mit dem Konventionswert gleichgesetzt.)

Die Präzision wird durch die Streuung der Messwerte untereinander beeinflusst (zufällige Fehler), die Richtigkeit durch systematische Fehler und die Genauigkeit durch beide Fehlerarten. Die Richtigkeit ist der Betrag der Differenz aus Mittelwert x ¯ und wahrem Wert. Da der wahre Wert unbekannt ist, wird ein Referenzwert x Ref eingesetzt.

Richtigkeit = | x ¯ x Ref |

Ein wahres Ergebnis ist ein Ergebnis mit einem kleinen (oder idealerweise keinem) systematischen Fehler ohne Rücksicht auf die Verteilung der Ergebnisse. Perfekte Richtigkeit kann nicht erreicht werden. Deshalb bedeutet Richtigkeit im analytischen Sinne immer Richtigkeit in bestimmten Grenzen. Diese Grenzen können bei hohen Konzentrationen enger sein als im Spurenbereich.

Weiter wichtig ist es, den Unterschied zwischen Richtigkeit und Genauigkeit zu erkennen. Genauigkeit ist ein Maß für die Übereinstimmung zwischen einem einzigen Testergebnis und dem anerkannten Referenzwert.

Nachfolgend ein Beispiel zur Berechnung der Präzision, Richtigkeit und absoluten Genauigkeit.

Beispiel

Angenommen, man findet folgende Ergebnisse (in willkürlichen Einheiten) aus einem Satz von zehn unabhängigen Messungen:

2,15 2,18 2,07 2,15 2,08 2,17 2,14 2,10 2,14 2,07

Der Mittelwert ergibt sich zu 2,12 5 und die Standardabweichung (Präzision) zu 0,04 .

Beträgt der Referenzwert 2,35 , so ergibt sich für die Richtigkeit 2,35 2,125 = 0,22 5 .

Für die absolue Genauigkeit der ersten Messung ergibt sich: 2,35 2,15 = 0,20

Für die absolute Genauigkeit der zweiten Messung ergibt sich: 2,35 2,18 = 0,17 usw.

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