zum Directory-modus

Atombau

Atombau und Atomspektren

Bei vielen Erscheinungen, die man an Atomen beobachtet, versagen die Erklärungsversuche der klassischen Physik (klassische Mechanik, Elektrodynamik). Beispiele sind:

  • der äußere Photoeffekt (photoelektrischer Effekt), bei dem die Energie der ausgelösten Photoelektronen nur von der Wellenlänge des eingestrahlten Lichtes abhängt und die oberhalb einer Grenzwellenlänge überhaupt nicht ausgelöst werden,
  • das Ergebnis der Rutherford'schen Streuexperimente (Rutherford'scher Streuversuch),
  • und die Tatsache, dass es Linienspektren (Linienspektrum) gibt, d.h. Spektren, die nur aus Emissions- oder Absorptionslinien bestehen. Diese geben wichtige Informationen über den Aufbau der Atome. Der Franck-Hertz-Versuch (Franck-Hertz-Versuch) ist eine direkte Bestätigung dafür, dass die Spektrallinien nur durch das Vorhandensein diskreter Energiestufen angeregter Atome erklärt werden können.

Anhand dieser Beobachtungen wurden in den letzten hundert Jahren einige Atommodelle entwickelt, die die Beobachtungen erklären sollten, aber alle diverse Mängel hatten und schließlich zu der Überzeugung führten, dass die Phänomene der Mikrophysik nicht mit der klassischen (makroskopischen) Physik erklärt werden können. Das führte in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur Entstehung der Quantenmechanik, die heute die ganze Mikrophysik beherrscht und mit deren Methoden man den Aufbau von Atomen und Molekülen berechnen kann.

<Seite 1 von 9