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3.1 - Cimetidin - Magengeschwüre

Diagnose-Methoden

Krankheitsbilder und Symptome

Die wichtigste Beschwerde bei Magen- und Darmgeschwüren ist Schmerz von bohrendem und nagendem Charakter in der Magenwand und im rechten oberen Bauch, oft in Richtung Rücken und Brust ausstrahlend. Der Schmerz ist schwer zu beschreiben, manchmal ist er heftig, oft steht er in Verbindung mit der Art der Nahrung und dem Zeitpunkt, zu dem diese aufgenommen wurde. Der Schmerz tritt meist ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit auf. Schmerzen gibt es oft auch in den späten Abendstunden und in der Nacht, dagegen selten beim Erwachen und vor dem Frühstück.

Die Schmerzen verringern sich nach dem Einnehmen alkalischer Medikamente (Anti-Magensäure-Tabletten, Antazida) und nach dem Genuss warmer Milch (einer schwach alkalischen Flüssigkeit). Andere Beschwerden sind: ein aufgeblähtes Gefühl in der Magengegend, Aufstoßen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen der Nahrung (manchmal nur von Flüssigkeit), Angst vor der Nahrungsaufnahme und dadurch Abmagerung.

Die Symptome von blutenden Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren können ganz offensichtlich sein, z.B. Bluterbrechen (meist kaffeesatzartig) oder blutiger Stuhlgang. Manchmal, besonders bei geringen Blutungen, kann man die Blutreste jedoch nur mit exakten Stuhltests nachweisen. Die Sterblichkeit der Patienten mit Blutungen wird durch unterschiedliche Risikofaktoren beeinflusst. Diese Risikofaktoren werden anhand von Symptomen wie der Blutungsaktivität, der Blutungsintensität (Blutverlust, Schocksymptome), der Lokalisation des Geschwürs, des Alters des Patienten über 60 Jahre, der fortbestehenden oder wiederkehrenden Blutung sowie schwerer Begleiterkrankungen beurteilt.

Diagnose

Anhand der Symptome können ein Magengeschwür und ein Zwölffingerdarmgeschwür selten klar diagnostiziert werden, da diese Beschwerden eher uncharakteristisch sind. Sie können auch bei Erkrankungen benachbarter Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse oder Gallenblase auftreten. Bei älteren Menschen treten häufig sogar überhaupt keine Beschwerden auf. Hier ist besonders auf Blutungen, Teerstuhl, starken Leistungsknick und Anämie als Symptom zu achten.

Die wichtigste Untersuchung zur Abklärung der Blutungsursache ist heute die Magen-Darmspiegelung oder Endoskopie. Im Rahmen dieser Untersuchung kann auch die heute übliche Standardbehandlung mit Unterspritzung des blutenden Geschwürs begonnen werden. Sie hat zwei Ziele: die akute Blutstillung bei aktiver Blutung sowie die Verhinderung einer wiederholten Blutung. Mit dieser Behandlung lässt sich in über 90 % eine akute Blutstillung erreichen.

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