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Einführung in die Reaktionen der Enole und Enolate

Haloformreaktion

Werden Methylketone mit einem Überschuss an Base und Halogen (Cl2, Br2, I2) umgesetzt, so sind die jeweiligen Trihalogenketone unter den Reaktionsbedingungen nicht stabil und werden weiter zur Carbonsäure und dem Trihalogenmethan (Haloform) umgesetzt. Die Reaktion verläuft weiter bis zur Säure, da die elektronegativen Halogenatome die negative Ladung der Trihalogen-Gruppe als Abgangsgruppe stabilisieren.

Abb.1
Haloformreaktion
Hinweis
Enolisierbare Aldehyde und Ketone tauschen bei Umsetzung mit Cl2, Br2, I2 im sauren nur ein, im basischen Milieu aber alle α-Protonen gegen das Halogen aus. Werden Methylketone mit einem Überschuss an Base - z.B. in NaOH-Lösung - und Halogen umgesetzt, so stoppt die Reaktion nicht bei der trihalogenierten Carbonyl-Verbindung. Das Molekül zerfällt bei der Haloformreaktion weiter zur Carbonsäure und dem jeweiligen Trihalogenmethan (Haloform).

Iodoformreaktion

Abb.2
Iodoformreaktion

Die Iodoform-Reaktion kann analytisch als Nachweis von Ethanol, Methylketonen und Alkoholen, die zu Methylketonen führen, herangezogen werden. Die Alkohole werden durch das Iod zum Keton oxidiert. Bei den Ketonen werden dann die α-Wasserstoff-Atome durch das Halogen bis zur Trihalogen-Verbindung substituiert. Diese zerfällt weiter zur Carbonsäure und dem Triiodmethan (Iodoform), welches als unlöslicher gelber Niederschlag ausfällt.

Abb.3
Iodoformreaktion von Aceton

Übung 1

Übung 2

Übung 3

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