zum Directory-modus

Räumliche Struktur der Moleküle - Isomerie

Der Informationsmangel von Summenformeln

Nachdem durch Justus von Liebig die Elementaranalyse eingeführt worden war, erkannte man, dass manche Substanzen die gleiche Summenformel haben, aber völlig verschiedene Eigenschaften aufweisen. So besitzen beispielsweise die Stoffe Dimethylether und Ethylalkohol, beide mit der Summenformel C2H6O, ein sehr unterschiedliches chemisches und physikalisches Verhalten. Identische Summenformeln besagen also nicht, dass es sich um dieselbe Substanz handelt.

Definition
Das Auftreten unterschiedlicher Substanzen mit gleicher Summenformel wird als Isomerie bezeichnet.

Isomere unterscheiden sich durch die Anordnung der Atome im Molekül, also dadurch, welches Atom mit welchem direkt verbunden ist (Konnektivität). Um eine Verbindung eindeutig zu beschreiben, ist es daher notwendig, nicht nur eine Summenformel sondern auch eine Strukturformel anzugeben. Doch selbst die Angabe der Konnektivität reicht nicht aus, um ein Molekül ausreichend zu beschreiben. Moleküle sind dreidimensionale Gebilde und haben eine räumliche Struktur. Erst wenn man die - Konstitution, d.h. die Verbindung der Atome untereinander (Konnektivität), und die - Konfiguration, d.h. die räumliche Position der einzelnen Atome, kennt, kann man ein Molekül ausreichend beschreiben.

Seite 2 von 6