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Reaktionen von Carbonsäuren

Bildung und Reaktion von α-Halogenderivaten: Alkylierung an der α-Position

Carbonsäuren können ebenso wie Carbonyl-Verbindungen am α-Kohlenstoff-Atom deprotoniert werden und ein Carbanion bilden, das zum Aufbau von Kohlenstoff-Verbindungen dienen kann.

Aufgrund der Acidität des Carboxyl-Wasserstoff-Atoms werden für die Reaktion zwei Äquivalente einer Base benötigt. Die Base muss stark genug sein, um auch das α-Wasserstoff-Atom abzuspalten. Gleichzeitig sollte die Base aber nur schwach nucleophil sein, damit es nicht zu einer Additionsreaktion am Carbonyl-Kohlenstoff-Atom kommt. Ein typisches Reagenz für diese Reaktion ist Lithiumdiisopropylamid (LDA), eine starke Base, die aus sterischen Gründen wenig nucleophil ist.

Das erste Äquivalent der Base entfernt das acide Wasserstoff-Atom der Carboxylat-Gruppe als Proton: Zurück bleibt das Carboxylat-Anion als Lithiumsalz. Das zweite Äquivalent spaltet ein weiteres Proton ab - diesmal aus der α-Position.

Das Dianion kann anschließend in α-Position bromiert oder in einer SN2-Reaktion alkyliert werden. Für die Alkylierung sind nur primäre Alkylhalogenide geeignet, weil mehrfachsubstituierte Alkylhalogenide zu Eliminierungen (E2-Reaktion) neigen.

Abb.1
Alkylierung an der α-Position (Prinzip)
Abb.2
(Beispiel)
Mouse
Mouse
Mouse
Abb.3
Abb.4
Abb.5

Übungen

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