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Hydratisierung von Alkinen

Hydratisierung von Alkinen - Hydroborierung

Die Hydroborierung der Alkine verläuft ähnlich wie bei den Alkenen. Die Addition des BH3 (aus dem B2H6) verläuft stereospezifisch cis und regiospezifisch so, dass das Bor an das weniger substituierte C-Atom bindet.

Abb.1
Hydroborierung von Alkinen

Auf der Stufe der Bor-Alkenverbindung kann es durch das Vorhandensein einer weiteren Doppelbindung zu einer weiteren Borhydrid-Addition kommen. Um eine weitere Hydroborierung der entstehenden Doppelbindung zu verhindern werden sperrige (sterisch gehinderte) Borane eingesetzt. Beispiele dafür sind das Diisopentylboran sowie das Dicyclohexylboran.

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Abb.2
Abb.3
Abb.4
Abb.5

Bei unsymmetrischen Alkinen entstehen beide möglichen Ketone. Verwendet man ein endständiges Alkin, verläuft die Reaktion eindeutig zum Aldehyd. Hier ist der entscheidende Unterschied zur Quecksilber-katalysierten Hydratisierung (Oxymercurierung), bei der aus endständigen Alkinen Methylketone entstehen.

Abb.6
Vergleich der Oxymercurierung und Hydroborierung

Bei den Alkinen liefert die Hydratisierung das Markovnikov-Enol, während die Hydroborierung das Anti-Markovnikov-Enol ergibt, welches nach Tautomerisierung dann den Aldehyd liefert.

Hydratisierung von Alkinen - Hydroborierung

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