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Chemikaliengesetz

Zweck

Das Ziel (§1) des Chemikaliengesetzes
Das Ziel (§1) des Chemikaliengesetzes ist es, "den Menschen und die Umwelt vor schädlichen Einwirkungen gefährlicher Stoffe und Zubereitungen zu schützen, insbesondere sie erkennbar zu machen, sie abzuwenden und ihrem Entstehen vorzubeugen."
Abb.1
Das Chemikaliengesetz

Der Vorsorgegrundsatz dieses Gesetzes ist dabei deutlich hervorgehoben. Vor allem die Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen, die auch kürzer als Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) bezeichnet wird, zielt darauf ab, "beim Umgang mit Gefahrstoffen den Menschen vor arbeitsbedingten und sonstigen Gesundheitsgefahren und die Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen schützen, insbesondere sie erkennbar machen, sie abwenden und ihrer Entstehung vorbeugen."

Chemische Stoffe oder Zubereitungen können giftig, gesundheitsschädlich, ätzend, reizend, sensibilisierend, fortpflanzungsgefährdend, krebserzeugend, erbgutverändernd, umweltgefährlich, entzündlich, brandfördernd oder explosionsgefährlich sein. Zunächst muss also zusammengetragen bzw. ermittelt werden, ob ein chemischer Stoff über eine oder mehrere diese gefährlichen Eigenschaften verfügt, um daraus das Gefahrenpotenzial für den Menschen und die Umwelt beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen ableiten zu können.

Wichtig ist dabei, dass die gefährlichen Eigenschaften von Stoffen nicht auf ihre Wirkung auf die Gesundheit oder bezüglich eines Umweltkompartimentes Wasser oder Boden isoliert betrachtet werden, sondern in ihrer Gesamtheit.

Das Chemikaliengesetz hat demnach drei Schutzziele:

  • Gesundheitsschutz
  • Arbeitsschutz
  • Umweltschutz
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