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Chemikalienrecht

REACH in der Praxis

Alle Firmen, die mit chemischen Stoffen umgehen, müssen zunächst ein Stoffinventar erstellen, das Informationen wie die CAS-Nummer, die EU-Nummer, Menge und Verwendung eines Stoffes enthält. Dieses trifft auch für Zubereitungen zu, in den ein chemischer Stoff enthalten ist. Dann sind eine Reihe von Fragen zu klären:

  • Bei welchen Stoffen gilt die Firma als Hersteller, Importeur oder nachgeschalteter Anwender?
  • In welchen Mengen (Tonnen pro Jahr) werden diese Stoffe innerhalb oder außerhalb der EU produziert, importiert oder verwendet?
  • Werden andere Lieferanten diese Stoffe unter REACH bereits registrieren lassen oder ist die Firma selbst für die Registrierung verantwortlich?
  • Kennt der Importeur bzw. Lieferant den Verwendungszweck, und deckt seine Registrierung diese Verwendung mit ab?
  • Welche Verwendung möchte die Firma dem Importeur bzw. Lieferanten vielleicht nicht mitteilen - in dem Fall ist eine eigene Registrierung notwendig!
  • Welche Verwendung dieses Stoffes durch nachgeschalteter Anwender müssen mit dieser eigenen Registrierung noch abgedeckt werden?

Diese Prozedur muss für alle verwendeten Chemikalien, Rohmaterialien, Monomere und Formulierungen (Chemikaliengemische) durchgeführt werden. Für einige der Stoffe gelten u.U. erleichterte Reglungen, wenn es sich um isolierte Zwischenprodukte (standortintern, transportiert) handelt.

Abb.1
Kriterien des Ablaufplans für die Registrierung unter REACH
Quelle (verändert): "Leitfaden zur Definition und Benennung von Stoffen", Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

REACH: Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals UVCB: Unknown or Variable composition, Complex reaction products or Biological materials

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