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Chemikalienrecht

Vorsorgeuntersuchungen

Technische und organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren haben stets Vorrang. Können Gefahren jedoch durch diese Maßnahmen nicht komplett ausgeschlossen werden, sind im Interesse der Beschäftigten zusätzliche spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen.

Unter Vorsorgeuntersuchungen versteht man arbeitsmedizinische Erstuntersuchungen vor Aufnahme der Beschäftigung und arbeitsmedizinische Nachuntersuchungen während dieser Beschäftigung. Ärzte, die Vorsorgeuntersuchungen vornehmen, müssen von der zuständigen Behörde hierzu ermächtigt sein. Der Arzt hat den Untersuchungsbefund schriftlich festzuhalten und den Untersuchten über den Untersuchungsbefund zu unterrichten.

Im Anhang V der Gefahrstoffverordnung sind die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen geregelt. Hier ist eine Liste der potenziellen Gefahrstoffe (Nr. 1) sowie eine Liste potenziell gefährlicher Tätigkeiten (Nr. 2) zu finden. Bei gewissen Tätigkeiten sind Vorsorgeuntersuchungen grundsätzlich zu veranlassen (2.1), während bei anderen Tätigkeiten Vorsorgeuntersuchungen lediglich anzubieten sind (2.2).

Gefahrstoffverordnung Anhang V Nr. 1

Anhang V Nr. 2

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